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Napoléon

Napoleons Rückkehr
Napoleon erreichte am frühen Morgen des 16. Oktober 1799 seine Wohnung in der Rue Chantereine in Paris. Bevor er sich der Politik widmen konnte, musste er erst eine familiäre Angelegenheit klären. Napoleon fand zwar eine kostspielig eingerichtete Wohnung vor, jedoch nicht die dazugehörende Ehefrau. Erst zwei Tage später tauchte Josephine auf und erklärte, dass sie ihm entgegengefahren war und leider verpasst hatten. Zuerst wollte Napoleon sie nicht sehen, aber dann verzieh er ihre Affäre mit Hippolyte Charles und verwarf den Gedanken an eine Scheidung.

Napoleon wandte sich an die Direktoren und diese boten ihm ein Kommando seiner Wahl an. Da die außenpolitischen Gefahren weitgehend gebannt waren, General Masséna hatte großen Anteil daran, richtete sich Napoleons Blick auf die Innenpolitik. Die Vendée und die Bretagne hatten sich wieder erhoben, die Straßen waren unsicher. Beamte warteten vergeblich auf ihre Gehälter, während viele Arbeiter arbeitslos waren. Der Ruf nach dem König war in jeder Gasse zu hören und die Republik war erneut in höchster Gefahr.

apoleon hatte zunächst vor sich zum Direktor wählen zu lassen und wandte sich an Barras. Dieser war jedoch schon in enger Verhandlung mit den Royalisten und für 12 Millionen Franc sollte er den Weg für den König freimachen. Napoleon wurde von Barras an Gohier, dem Vorsitzenden Direktor, verwiesen. Gohier beharrte darauf, dass ein Direktor mindestens vierzig Jahre alt sein musste. Mehr oder wenig riet er dem General in zehn Jahren wieder zu kommen. Napoleon wurde klar, dass er gegen die aktuelle Regierung keine Chance hatte.
Vorbereitungen zum Staatsstreich
Napoleon wurde nach seiner Rückkehr aus Ägypten auf dem Weg nach Paris von den Menschen gefeiert, aber in Paris hatte er noch keine ausreichende Macht um die Verhältnisse zu verändern. Zu seinem Glück trat Joseph Sieyés, der Autor der berühmten Schrift "Was ist der Dritte Stand", mit ihm in Verbindung. Die beiden Männer, so unterschiedlich sie auch waren, fanden schnell zueinander.  Sieyés benötigte ein "Schwert" und Napoleon einen erfahrenen Politiker. Gemeinsam arbeiteten sie einen Plan aus um das Direktorium zum Rücktritt zu zwingen. Ohne Exekutive sollten die beiden Ratskammern einen Dreierausschuss ernennen, der eine neue Verfassung erarbeiten sollte. Um Druck auf die Kammern ausüben zu können, sollten die Abgeordneten am 18. Brumaire des Jahres VIII  auf das Schloss Saint-Cloud eingeladen werden.

Napoleon und Sieyés begannen nun Verbündete zu suchen. Neben Talleyrand und Napoleons Brüdern Joseph und Lucien wurden führende Mitglieder des Rates der Alten eingeweiht. Lucien, der mittlerweile zum Vorsitzenden der Fünfhundert gewählt worden war, sollte eine besondere Rolle bei diesem Unterfangen spielen. Auch Fouché führte es in die Rue Chantereine und ließ sich bei Bonaparte melden. Doch dieser kann mit dem Namen Fouché nichts anfangen und lässt ihn über eine Stunde im Vorzimmer warten. Erst als Napoleon von einem Mitverschwörer über die Bedeutung des Gastes informiert wird, eilt Napoleon zu seinem wartenden Gast hinaus. Ihr erstes Treffen dauert zwei Stunden und Napoleon wird von Fouché genau über die Lage Frankreichs und des Direktoriums informiert. Fouché bietet sich als Helfer an, ohne öffentlich Stellung zu beziehen.

Der Polizeiminister von Frankreich, sonst bestens über alle Vorgänge informiert, übersieht in den nächsten Wochen geflissentlich alles Hinweise auf den bevorstehenden Staatsstreich. Seine täglichen Berichte an die Direktoren erwähnen Napoleon mit keinem Wort. Schweigend verrät er die Regierung.

Fouché lädt die Verschwörer sogar zu sich ins Haus ein und als Ehrengast erscheint Gohier. Als dieser sich nach den neuesten Gerüchten erkundigt, antwortet Fouché nur süffisant, während die anderen Gäste der Atem stockt.

Gohier und Barras blieben die Aktivitäten letztendlich doch nicht verborgen und beide versuchten Napoleon auf ihre Weise zu gewinnen. Aber Napoleon lehnte das Kommando über eine Armee im Ausland ab, sowie Barras Angebot Mitglied einer Verschwörung mit dem Ziel der Wiedererrichtung der Monarchie zu werden.

Napoleon war in einer denkbar ungünstigen Lage für einen Umsturzversuch. Er hatte weder Geld, dieses hatte Josephine in seiner Abwesenheit bereits unter die Leute gebracht, noch hatte er, im Gegensatz zu Caesar als er den Rubikon überschritt, Soldaten unter seinem Kommando.
Saint-Cloud
Am Morgen des 18. Brumaire kommt der Polizeiminister nur sehr schwer aus dem Bett. Erst zwei aufgeregte Boten des Direktoriums gelingt es ihn zu wecken. Er tut überrascht, als man ihn über sich zusammenziehende Truppen und sonderbare Vorgänge im Senat informiert.

Währenddessen hatte Napoleon führende Offiziere zu sich eingeladen und jedem seine Absicht erklärt. Der wichtigste von ihnen war General Lefébvre, der Militärgouverneur von Paris. Napoleon reichte ihm seinen Degen als Zeichen der Anerkennung und nach wenigen Minuten hatte er Lefébvre auf seiner Seite.
 
Der Morgen des 18. Brumaire


Cornet, ein Verbündeter, warnte den Rat der Alten vor einer drohenden royalistischen Verschwörung und riet dazu eine dringende Sitzung im sicheren Schluss Saint-Cloud abzuhalten. Gleichzeitig sollte Napoleon zum Kommandanten von Paris ernannt werden um die Sicherheit der Räte zu gewährleisten. Der Rat der Alten willigte ein und um zehn Uhr leistete Napoleon in den Tuilerien seinen Treueid. 300 Soldaten wurden sofort zu den Direktoren geschickt. Gohier und Moulins traten zurück, doch Barras konnte erst durch Talleyrand und eine halbe Millionen Franc dazu bewegt werden.

Der erste Teil des Plans war aufgegangen, das Direktorium war ausgeschaltet. Jetzt machte sich Napoleon auf den Weg zum Schloss. Kaum haben die Verschwörer mit ihren Truppen die Stadt verlassen, riegelte der Polizeiminister zur "Sicherheit" die Hauptstadt ab. Nur noch Fouchés Boten durften ungehindert passieren, jede Nachricht aus Saint-Cloud ging über seinen Schreibtisch.

Der Rat der Alten tagte in der Galerie d'Apollon und wurde über Rücktritt der Direktoren informiert. Widererwarten beschlossen diese jedoch, ein neues Direktorium zu wählen, statt einen Ausschuss mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung zu beauftragen.

Napoleon wollte jetzt persönlich den Rat umstimmen und gemeinsam mit Berthier und Bourriene betrat er die Sitzung und ergriff das Wort. Doch er versagte dabei auf ganzer Linie. Ohne Vorbereitung und Konzept war er pathetische Phrasen in den Raum und nach wenigen Minuten hatte er den Rat der Alten gegen sich aufgebracht. Auf Bourriennes Rat hin verließ Napoleon die Sitzung.

Napoleon beschloss den Rat der Fünfhundert aufzusuchen. Dieser tagte in der Orangerie des Schlosses. Kaum hatte er die Orangerie betreten, schon stürmten die Abgeordneten wütend auf ihn zu. Der Jakobiner Bigonnet packte ihn wütend am Arm und versuchte ihn aus der Sitzung zu drängen. Immer mehr Abgeordnete erhoben sich von ihren Sitzen und gingen gegen Napoleon vor. Lucien, der als Vorsitzender der Versammlung vorsaß, versuchte die Abgeordneten vergeblich zu beruhigen. Die Abgeordneten dachten nicht daran und forderten die Ächtung des Diktators. Lucien drohte sein Amt niederzulegen und konnte so wichtige Minuten gewinnen. Geordnet sollte nun über die Ächtung, und damit das Todesurteil Napoleons, abgestimmt werden. Lucien teilte Napoleon mit, dass dieser nur noch zehn Minuten hätte um die Situation zu retten.
 
18. Brumaire


Napoleon verließ den Saal, ging zu den Soldaten. Er schickte eine Eskorte in die Orangerie um seinen Bruder aus der Versammlung zu holen. Vor den Soldaten hielt er eine Rede und warb um ihr Vertrauen. Erst Lucien brachte den entscheidenden Vorteil. Er, der Vorsitzende des Rates der Fünfhundert, zog seinen Degen und hielt ihn an die Brust seines Bruders. Er versicherte seinen Bruder zu durchbohren, falls dieser die Freiheit der Franzosen unterdrücken sollte.

Von dieser Geste überwältigt stellten sich die Soldaten hinter Napoleon. Leclerc und Murat wurden beauftragt die Orangerie zu räumen. Die Abgeordneten skandierten für die Republik sterben zu wollen und flüchteten gleichzeitig durch die Fenster in die Wälder.

Bis zum Abend gelang es etwa 80 Abgeordnete wieder zu versammeln und diese erklärten das Direktorium für beendet. Wie geplant ernannten sie einen Ausschuss. Napoléon Bonaparte, Emmanuel Joseph Sieyès und Roger Ducos wurden vorläufig zu Konsuln ernannt und einen Monat später durch die neue Verfassung bestätigt. Napoleon war als Erster Konsul der mächtigste Mann Frankreichs geworden.

Der Polizeiminister informierte am nächsten Tag die Bürger von Paris über die Rettung der Republik und das Ende des Direktoriums. Sicher hatte sich Fouché auch für den Fall des Misserfolgs vorbereitet. Ein paar Wochen später wird die Komödie "Die Wetterfahne von Saint-Cloud" uraufgeführt und darin die Rolle des Polizeiministers Fouché vortrefflich parodiert.

Am 13. Dezember trat die neue Konsulatsverfassung in Kraft. Napoleon wurde zum Ersten Konsul auf 10 Jahre gewählt und war damit praktisch Alleinherrscher über Frankreich geworden. Artikel 1 der neuen Verfassung wurde für Napoleon zu einer großen Bürde: "Die französische Republik ist eins und untheilbar." Damit war verfassungsmäßig ausgeschlossen, dass Napoleon bei eventuellen Friedensgesprächen irgendwelche Gebietsabtretungen akzeptieren durfte. Die neue Verfassung wurde im Februar 1800 durch eine Volksabstimmung angenommen und galt formell bis 1815.

Die Geschichte geht weiter! 

Mit der Machtergreifung Napoleons endete die Revolution, aber eine neue Epoche brach an! Das Zeitalter Napoleons sollte Europa für immer verändern. Mehr zu dem Thema auf www.napoleon-portal.de .

 

 

 

 

Direktorium

Napoleon rettet die Republik
Der Terror war beendet, doch die Republik kam nicht zur Ruhe. In der Bretagne war mit englischer Hilfe im Sommer ein Armee der Exilanten gelandet, der Graf von Artois  scharrte wenig später auf der Insel Ile d'Yeu die Königstreuen Choans und Vendèens um sich. Nach der Hinrichtung Ludwig XVI. und als Reaktion auf die antiklerikalen Gesetze organisieren sich die Choans, eine Bezeichnung für die bretonische Royalisten, und entfachten einen Aufstand. Mit äußerster Gewalt ging man gegen die Aufständischen vor. Geführt werden sie von Marquis de la Rouerie und von Georges Cadoudal. Bei Quiberon wurden die Choans 1795 von einem Revolutionsheer geschlagen.

Auch Paris blieb von den Unruhen nicht verschont. Dort kündigte sich ein Kampf zwischen den Verfassungstreuen und den Königstreuen an. Die Verfassungstreuen wurden von Barras angeführt. Barras war kein Soldat und auf der Höhe der Krise auf einen Fachmann angewiesen. Am Abend des 12. Vendémiare, der 4. Oktober, war Napoleon auf dem Weg ins Theater, als er Nationalgardisten sah und diese gegen den Konvent zu den Waffen riefen. Napoleon begab sich zum Konvent und erfuhr dort von Stanislas Frérons, dass Barras zum Oberbefehlshaber der Armee des Inneren ernannt wurde. Frérons erinnerte sich an Napoleons Rolle in Toulon und brachte ihn in  Barras Hauptquartier an der Place de Carrousel.

Napoleon musste nicht lange überzeugt werden, er wollte seinen Beitrag leisten um die Verfassung, und damit die Republik, zu schützen. Dafür benötigte er Kanonen und diese standen etwa sechs Meilen von Paris entfernt auf der Ebene von Sablons. Napoleon beauftragte den jungen Kavallerieoffizier Murat die Kanonen unter allen Umständen zu sichern und in die Stadt zu bringen. Tatsächlich gelang es Murat die Kanone in letzter Sekunde vor den Rebellen zu sichern. Um sechs Uhr morgens nahm Napoleon diese in Empfang. Die deutlich überlegenden Rebellen marschierten bereits auf die Tuilerien zu. Napoleon ließ die Kanonen an geeigneter Stelle positionieren, mit Kartätschen laden und erwartete den Angriff. Am Nachmittag begann der Angriff der Rebellen. Ihnen gelang es mühelos die von Barras errichteten Barrikaden zu durchbrechen. Die Regierungstruppen wurden zurückgedrängt und die Aufständischen kamen dem Regierungssitz immer näher. Sie stürmten die Rue Saint-Honoré hinauf in die Rue Neuve Saint-Roch. Nachdem Barras den Feuerbefehl gegeben hatte, entluden sich die Kanonen gegen die Rebellen. Verzweifelten versuchten sie einen anderen Weg zu finden, doch auch hier hatte Napoleon Kanonen aufstellen lassen. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die Republik gerettet und Napoleon als Held gefeiert.
 
 
Der Graf von Artois wagte es nun nicht mehr die Insel zu verlassen und die Choans in den Kampf zu führen. Zahlreiche Kritiker der Revolution wurden in der Bretagne hingerichtet. Um noch schneller morden zu können, kam man auf die grausamsten Methoden. Hunderte starben durch die "Hochzeit von Nantes" oder "Republikanische Taufe". Dabei wurden die Opfer alleine oder zusammengebunden ins Wasser geworfen und ertranken.

Die Verfassung trat am 27. Oktober 1795 in Wirksamkeit. In das Direktorium wurden nur alte Montagnards (Carnot, Rewbell, Barras, Laréveillère und Letourneur) gewählt, von denen Barras der bedeutendste war. Der Schwerpunkt der Situation für die neue französische Regierung lag in den auswärtigen Verhältnissen, denn schon war das Volk über die einst so heiß ersehnte Freiheit enttäuscht und strebte vielmehr nach äußerem Glanz und Ruhm.

Überdies konnten nur durch große Kontributionen im Ausland die Finanzen des Staats in Ordnung gebracht werden. Das Direktorium beabsichtigte einen zweifachen Angriff auf Österreich: durch die beiden Armeen Jourdans und Moreaus in Deutschland und das italienische Heer unter Bonaparte.

In Deutschland hatten die Franzosen keinen Erfolg. Erzherzog Karl ließ sie bis nach Bayern vordringen, um sich mit gesammelter Macht erst auf Jourdan zu werfen, den er am 24. August bei Amberg und am 4. September bei Würzburg  bis zur Auflösung schlug, und dann Moreau zum verlustvollen Rückzug in das Elsass zu zwingen.
Bonaparte in Italien
Erfolgreicher war Bonaparte in Italien gewesen. In mehreren siegreichen Schlachten vertrieb er im April 1796 die Österreicher aus Piemont, zog in Mailand ein und zwang die italienischen Fürsten sämtlich zu Friedensverträgen, in denen sie sich zu Lieferungen und Geldzahlungen verstehen mussten. Nur Mantua hielt sich noch, und Österreich sandte, um diese wichtige Festung zu entsetzen, eine Armee nach der andern nach Oberitalien. Aber das Heer Wurmsers wurde bei Castiglione (5. August), die beiden Armeen Alvinczys nacheinander bei Arcole (15.-17. November) und Rivoli (14. Januar 1797) geschlagen.
 
Übergabe der Fahnen
 
Am 2. Febr. 1797 musste Mantua kapitulieren, und damit war Italien für Österreich verloren. Mit Hilfe beträchtlicher Verstärkungen nötigte Bonaparte den Papst zu dem verlustreichen Frieden von Tolentino. Die Lombardei wurde zur Cisalpinischen, einige römische und modenesische Provinzen zur Cispadanischen Republik umgewandelt. Als Bonaparte durch die Ostalpen auf Wien marschierte, entschloss sich Österreich am 7. April 1797 zum Waffenstillstand von Leoben, dem am 17. Oktober zu Campo Formio der förmliche Friedensschluss folgte: Belgien und das linke Rheinufer wurden an Frankreich abgetreten; Österreich erkannte die oberitalienischen Republiken an und wurde durch Venetien und einige deutsche Stifter entschädigt, wie denn auch die Fürsten, welche in Italien und links des Rheins Verluste erlitten hatten, im Deutschen Reich entschädigt werden sollten. Hierüber sollte ein Kongress in Rastatt verhandeln.
18. Fructidor V
Nach diesen Erfolgen kehrte Napoleon nach Paris zurück. Hier hatte das Direktorium eine schwierige Stellung. Die kommunistische Verschwörung Babeufs wurde zwar zeitig entdeckt und durch die Hinrichtung ihrer Führer im Mai 1796 unterdrückt; den zunehmenden Royalismus, welcher im Sommer 1797 schon die Mehrheit der beiden Räte und auch ein Mitglied des Direktoriums, Barthélemy, zu seinen Anhängern zählte, konnte die Regierung aber nur durch den Staatsstreich vom 18. Fructidor (4. September 1797) unschädlich machen.52 Deputierte und 2 Direktoren, Carnot und Barthélemy, wurden daraufhin deportiert.
Napoleon in Ägypten
Napoleon wurde beauftrag eine Invasion gegen England vorzubereiten. Er konnte das Direktorium davon überzeugen, dass solch ein Vorhaben zum Scheitern verurteilt war. Stattdessen schlug er vor Ägypten zu erobern und somit Englands Stellung in Indien zu gefährden.

Am 19. Mai 1798 begann endlich das größte Abenteuer im bisherigen Leben von Napoleon Bonaparte. Nachdem Nelsons Blockadeflotte vor Toulon schwer beschädigt wurde, gelang es der französischen Flotte weitgehend unbemerkt den Hafen zu verlassen. Auf den 72 französischen Kriegsschiffen und 400 Transportern befand sich Napoleons  Expeditionskorps für den Ägyptenfeldzug. Admiral Nelson erfuhr von einem Handelsschiff, dass Brueys Flotte Toulon verlassen hatte. Immer noch musste Nelson die Auswirkungen eines schweren Sturms ertragen und ohne die notwendigen Fregatten auskommen. Ohne geeignete Schiffe für Aufklärungsmanöver machte er sich auf die Suche nach der französischen Flotte. Am 16. Juni erfuhrNelson in Neapel vom französischen Angriff auf Malta. Er machte sich sofort auf den Weg um die gegnerische Flotte zu stellen.

Nelson erfuhr wenig später vom Fall Maltas und der Versegelung der französischen Flotte am 16. Juni. Er war jetzt fest davon überzeugt, dass Napoleon Alexandria als Ziel ausgewählt hatte. Diese Informationen waren nur teilweise Richtig, denn Napoleon verließ Malta erst am 19. Juni. Am Abend des 22.06. fuhren die beiden Flotten dicht aneinander vorbei. Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse bemerkten die Engländer den Feind nicht und überholten ihn sogar. Die europäische Geschichte hätte vielleicht deutlich umgeschrieben werde müssen, wenn sich beide Flotten getroffen hätten und Napoleons Karriere im Mittelmeer untergegangen wäre.

Die englische Flotte unter Nelson erreichte am 22. Juni Alexandria. Da er die französische Flotte unbemerkt überholte hatte, war es natürlich klar, dass er im Hafen diese Schiffe nicht antreffen konnte. Da er aber immer noch glaubte die Franzosen seien bereits am 16. Juni versegelt, tatsächlich verließen sie Malta erst am 19. Juni, setzte er ungeduldig wieder Kurs nach Norden um seinen vermeintlichen Irrtum zu korrigieren. Die nächsten Wochen verbrachte er mit der vergeblichen Durchsuchung des Mittelmeers. Was müssen die Ägypter gedacht haben, als kurz nach der Versegelung der britischen Flotte die gewaltige Flotte der Franzosen Alexandria erreichte. Napoleon erfährt von Nelsons Abreise und begann sofort mit der Landung von 4.000 Soldaten westlich von Alexandria. Am nächsten Tag fiel Alexandria und die Flotte konnte im Hafen der Stadt das Gros des Expeditionskorps entladen. Die 13 Linienschiffe und 4 Fregatten ließ Brueys in der 12 Seemeilen entfernten Bucht von Abukir ankern.

Nachdem Nelson vergeblich die Küste Kleinasiens absuchte, machte er sich auf den Weg nach Sizilien und erreichte am 19.07.1798 den Hafen von Syrakus. Hier übernahm er eilig Proviant und verließ den Hafen am 25. Juli wieder. Dann erhielt er endlich einen wichtigen Hinweis. Die französische Flotte wurde vor 4 Wochen bei Kreta gesehen. Der Kurs der Flotte war südwärts gewesen und Nelson war ein weiteres Mal davon überzeugt Alexandria sei Napoleons Ziel. Nelson setzte sofort wieder Kurs auf Ägypten.

Napoleon ließ 3.000 Soldaten als Garnison in Alexandria zurück und marschierte mit 30.000 Soldaten auf Kairo zu. Unter den Pyramiden erwarten ihn 10.000 berittene Mameluken und 24.000 Infanteristen. Die Schlacht wurde zu einem großen Erfolg für Napoleon und am 23. Juli zog er in Kairo ein.
 
Napoleon in Ägypten


Am 1. August, wenige Tage nach Napoleons ersten Erfolgen in Ägypten, war seine Expedition bereits zum Scheitern verurteilt. In der Schlacht von Abukir wurde die französische Flotte durch einen Überraschungsangriff von Admiral Nelson vernichtet. Admiral Brueys, der Kommandeur der französischen Flotte, vermutete den Angriff der Engländer erst am nächsten Tag. Diese Fehleinschätzung bezahlte er mit seinem und mehr als 5.000 weiteren französischen Leben. Die Engländer hatten mit diesem Erfolg die uneingeschränkte Herrschaft über das Mittelmeer errungen und Napoleons Orientarmee praktisch von der Versorgung abgeschnitten.
Die zweite Koalition
Dazu kam, dass sich im Sommer 1798 auf Betreiben Russlands eine neue Koalition gegen Frankreich gebildet hatte, der sich England, Österreich, die italienischen Fürsten und die Türkei anschlossen. Das Wohl Frankreichs war jetzt nicht mehr in Ägypten oder Indien zu suchen, sondern musste an den heimischen Staatsgrenzen verteidigt werden.

Die Franzosen wurden 1799 aus Süddeutschland und aus Italien vertrieben. Ein Angriff der Verbündeten auf Frankreich selbst wurde nur dadurch verhindert, dass es Masséna gelang, den Feinden in der Schweiz mehrere Niederlagen beizubringen und ihre Vereinigung zu hindern. In diesem Augenblick landete Bonaparte in Frankreich.

Terror

Königsmord 
Die finanzielle Lage der meisten Franzosen wurde immer schlechter. Bereits Anfang 1793 waren die Assignaten nur noch die Hälfte wert.

Die Gironde war jetzt schon so gut wie besiegt, und am 17. Januar 1793 wurde der König dem Verlangen der Jakobiner gemäß zum sofortigen Tod verurteilt und das Urteil am 21. Januar 1793 vollzogen. Diese Bluttat sollte den Bruch mit der Vergangenheit vollenden und jede Rückkehr zur Monarchie unmöglich machen.

 
Ludwig XVI. wird hingerichtet
 
Die Hinrichtung des Königs erregte die Entrüstung ganz Europas. England, Holland und Spanien traten zu den Gegnern Frankreichs über. Belgien wurde von den Österreichern durch die Schlacht bei Neerwinden am 18. März 1793, und Mainz am 20. Juli durch die Preußen wiedererobert. Ein anderes österreichisches Heer drang unter Wurmser in das Elsass ein.
 
Die Republik brauchte dringend Soldaten und es begann eine strikte Rekrutenaushebung. Besonders in den königstreuen Regionen weigerte man sich die Revolution mit dem eigenen Blut zu verteidigen. In der Vendée vereinigten sich die  verschiedenen Gruppen und gingen in den offenen Widerstand gegen Paris über. Der Krieg in der Vendée begann und forderte große Aufmerksamkeit.
 
Der ehemalige Marineoffizier Charette wurde zum Führer gewählt und dank der ausgezeichneten Ortskentnisse, waren die Aufständischen den zahlenmäßg überlegenen Soldaten der Republik ebenbürtig. 
Wohlfahrtsausschuss
Immer höher stiegen die Leidenschaften in Frankreich selbst. Aus der Mitte des Konvents wurde unter dem Namen des Wohlfahrtsausschusses, dessen Häupter Robespierre und Danton waren, eine revolutionäre Regierung eingerichtet.

Am 10. März 1793 wurde in Paris ein außerordentlicher Gerichtshof zur Erforschung und Bestrafung aller Gegner der Revolution eingesetzt. Er sollte mit vom Konvent ernannten Geschworenen aus den Departements besetzt werden und wurde zunächst offiziell als "Tribunal criminel extraordinaire" bezeichnet.

Kommissare wurden in die Departements geschickt, um dort überall dem Terror zum Sieg zu verhelfen. So ermutigt, gingen die Jakobiner zum letzten Angriff auf die Girondisten über, welche immer noch die Gesinnung der großen Mehrheit des französischen Volkes repräsentierten.

Die Pariser Sektionen begannen am 31. Mai 1793 mit Sturmpetitionen und schlossen ihn am 2. Juni, indem sie den Konvent zur Verhaftung von 32 Führern der Gironde nötigten, die später zum größten Teil hingerichtet wurden.

Mit dem Sturz der Gironde erhielt das "Tribunal criminel extraordinaire" den Namen "Tribunal révolutionnaire" und wurde dem Sicherheitsausschuss unterstellt.

Um die Verfahren zu beschleunigen, wurde auf die Verteidigung der Angeklagten und auf die Anhörung der Zeugen weitgehend verzichtet. Durch das Gesetz vom 17. September 1793, der Sicherheitsausschuss erlaubte damit die listenmäßige Erfassung von sämtlichen verdächtigen Personen, wurde dem Revolutionstribunal das Mittel zur Verfolgung aller Gemäßigten und Gegnern der Revolution gegeben.
Marats Tod
Charlotte Corday (1768-1793), französische Adelige und AttentäterinAm 13. Juli 1793 erbat sich Charlotte Corday, eine Anhängerin der Girondisten, Einlass bei Jean-Paul Marat. Ihr angebliches Anliegen war der Verrat von Konterrevolutionären  ihrer Heimatstadt Caen. Tatsächlich war ihr Ziel jedoch die Ermordung Marats, denn sie sah in ihm den Hauptschuldigen an den Septembermassakern und größten Gegner der Girondisten. Ursprünglich wollte sie Marat in der Öffentlichkeit töten, doch Marat war aufgrund einer Hautkrankheit an die Badewanne gefesselt. Obwohl man Chalotte Corday anfänglich keinen Einlass gewähren wollte, gelang es ihr letztendlich vor Marat zu stehen. Nach einem kurzen Gespräch stach sie mit einem Messer auf den in der Badewanne liegenden Marat ein. Dabei traf sie seine Hauptschlagader und Marat war auf der Stelle tot.
 
Sofort wurde Corday verhaftet und drei Tage später hingerichtet. Ihr war es zwar gelungen Marat zu ermorden, doch sein Tod machte ihn zum Märtyrer und sich selbst zum Diener seiner Sache.
 
Jacques-Louis David: Der Tod des Marat


Seine Leiche wurde mit Pomp im Garten der Cordeliers begraben und sein von David gemaltes Bild auf einem Altar im Hof des Louvre erst öffentlich ausgestellt, dann im Konvent aufgehängt. Marats Mätresse wurde aus Staatsmitteln ernährt. Der Konvent ließ durch einen Beschluss den Überresten Marats die Ehre des Panthéons zuerkennen (4. Nov. 1793), aber schon im Februar 1795 wurde die Leiche wieder hinaus geworfen und gleichzeitig sein Bild aus dem Konvent entfernt.
 

Levée en masse

Die äußeren Gegner der französischen Revolution wären viel schneller vorgerückt, wenn nicht zahlreiche Festungen ihren Marsch verlangsamt hätte. Das gab dem Wohlfahrtsausschuss die Zeit Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Mit der Levée en masse (Massenaushebung) sollte das französische Volk zu den Waffen gerufen werden. Carnot brachte diesen Vorschlag in den Ausschuss und am 4. August wurde die Anordnung der Levée von Nationalkonvent und Wohlfahrtsausschuss verabschiedet. Das Revolutionsheer konnte innerhalb kurzer Zeit auf eine Stärke von 1 Million Soldaten vergrößert werden.

Marie Antoinette auf dem Schafott

Marie Antoinette endete am 16. Oktober auf dem Schafott. Dasselbe Schicksal traf viele ausgezeichnete Männer der ersten Revolutionszeit. Der Terror hatte gesiegt.
 
Marie Antoinette


Aber im Süden, besonders in Lyon und Bordeaux, erhob sich das Volk für die Girondisten; Toulon überlieferte sich den Engländern; im Westen, in der Vendée, empörten sich die royalistischen Edelleute und Bauern.
Lyon
Als in Lyon der glühende Revolutionär Chalier von den Reaktionären in das Gefängnis geworfen wurde, versuchte der Konvent von Paris aus den größten Druck auf den Gemeinderat der Stadt auszuüben. Doch das Gegenteil wurde erreicht und Chalier zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung wurde zu einem Desaster, mehrmals sauste das Beil hinab bis der Henker das Leiden Chaliers mit einem Säbelhieb beendete.
Toulon
Am 27. August 1793 hissten die 28.000 Einwohner von Toulon eine Flagge mit der königlichen Lilie darauf und riefen Ludwig XVII. zu ihrem König aus. Unterstützt wurden sie dabei von den Engländern und so öffneten sie umgehend den Hafen für englische und spanische Schiffe. Admiral Hood wurde die Stadt mitsamt 30 Linienschiffen der französischen Mittelmeerflotte übergeben.

Ungefähr 18.000 Soldaten, hauptsächlich Engländer, verschanzten sich hinter den starken Festungsmauern und sollten die Stadt verteidigen. In den Überlegungen der Engländer war Toulon der Brückenkopf um endlich auf dem europäischen Kontinent Fußfassen zu können. Außerdem sollte die Unterstützung andere königstreuen Städte ermutigen, ebenfalls gegen Paris zu revoltieren.

Die Bergpartei jedoch antwortete entschlossen, indem sie aus den ihr ergebenen niedern Klassen zahlreiche Heere gegen ihre innern und äußern Gegner organisierte.

Der erst 24-jährige Offizier Napoleon Bonaparte hatte großen Anteil an der Eroberung der Festung von Toulon und lenkte damit den Blick des Direktoriums auf sich. Lyon und Toulon wurden durch die Revolutionsarmee überwältigt und mit Massenmord und furchtbarer Plünderung bestraft. Darauf unterwarfen sich zitternd die Provinzen, wo nun meist eine Volksherrschaft mit systematischer Ausplünderung der Besitzenden hergestellt wurde. Das Christentum wurde abgeschafft und der christliche Kalender durch einen revolutionären ersetzt.
Dantons Tod
Zu Beginn des Jahres 1794 veranlasste der Wohlfahrtsausschuss die Aufhebung aller Klubs mit Ausnahme der Jakobiner. Die Jakobiner erhielten dadurch großen Zuwachs; doch hatte der Vernichtungskampf zwischen den Häuptern der Revolution längst begonnen…

Eine Partei der Terroristen unter Hébert wollte den Sozialismus praktisch verwirklichen und die Religion durch den Kult der Vernunft ersetzen. Aber Robespierre sah ein, dass sich mit solchen Grundsätzen überhaupt nicht regieren lasse, und bewirkte im März 1794 die Verhaftung und Hinrichtung dieser so genannten "Wütenden" (enragés).

In der Nacht vom 31. März zum 1. April 1794 wurde Danton verhaftet. Am 3. April erschien er mit seinen Freunden Desmoulins, Westermann, Lacroix, Phélipeaux etc. vor dem Revolutionstribunal. Die Anklage lautete auf Entwürfe Dantons, den Herzog von Orléans auf den Thron zu setzen und auf sein Mitwissen um Dumouriez' Verrat.
 
Danton vor dem Tribunal


Danton behandelte die Richter mit Verachtung und rief bei der Verkündigung des Todesurteils: "Man opfert uns einigen feigen Räubern, aber sie werden ihren Sieg nicht lange genießen; ich ziehe Robespierre nach. Der Feige! ich allein besaß die Macht, ihn zu retten." Am 5. April 1794 bestieg Danton mit seinen Freunden das Schafott. Als das Volk an der Guillotine Beifall brüllte, rief er: "Schweig still, undankbares Volk!", und dem Henker sagte er: "Ein Riemen ist genug, heb' den andern für Robespierre auf".

Robespierre und sein Vertrauter Saint-Just wollten nun durch blutige Ausrottung des unheilbar verderbten alten Geschlechts das Ideal eines allmächtigen Volksstaats verwirklichen. Das Verfahren des Revolutionstribunals wurde derart beschleunigt, dass täglich in Paris allein 60 bis 70 Menschen hingerichtet wurden.

Inzwischen wurden nach außen mit den durch Carnot organisierten Heeren unter Generälen, wie Hoche und Pichegru, auch militärische Erfolge gegen die europäischen Mächte errungen.
Fleurus
Am 26. Juni 1794 fand im belgischen Fleurus eine entscheinde Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern statt.

Nach der Schlacht von Tourcoing übernahm General Jean-Baptiste Jourdan die Ardennen-Armee und weitere vier Divisionen der Nordarmee. Am 18. Juni 1794 marschierte die neu geschaffene Sambre-Meuse-Armee auf Charleroi zu. Auf Befehl Carnots sollte die von Österreichern gehaltene Stadt erobert werden.

Die etwa 46.000 Österreicher, unter dem Kommando von Feldmarschall Prinz von Coburg, versuchten das belagerte Charleroi zu befreien. Sie wussten allerdings noch nicht, dass die Stadt am Vortag bereits in die Hände der Franzosen gefallen war. Während der französische Kommandant Jean-Baptiste de Jourdan nur etwa 10.000 Soldaten gegen Charleroi vorgingen ließ, nutzte der Großteil seiner Armee die Zeit um Verschanzungen gegen das feindliche Heer zu errichten.
 
Fleurus
 
Die Schlacht begann um 2 Uhr morgens. Der Tag begann erfolgreich für die Österreicher, gelang es ihnen doch Fleurus einzunehmen.

Selbst nachdem Jourdan Belagerungstruppen von Charleroi und die starke Reserve heranzog und auf ein Kontingent von mehr als 70.000 Soldaten verfügte, schien der österreichische Sieg noch möglich.

Der Prinz von Coburg aber, durch die während der Schlacht eingegangene Kunde von der Kapitulation von Charleroi in Bestürzung geraten, gab gegen Abend den Befehl zum Rückzug, so dass er den fast schon errungenen Sieg aus den Händen gab.

Die Franzosen hatten etwa 5.000 Verluste, während die Österreicher nur 200 zu verzeichnen hatten.

In Coburgs Hauptquartier begann nach der Schlacht die Diskussion über die weitere Vorgehensweise in den Niederlanden. Nach dem Fall der Festung Mons war jedoch klar, dass die österreichischen Niederlande verloren waren.

Damit war den Franzosen der Weg zum Rhein, der angestrebten natürlichen Grenze, frei und wenig später besetzten sie das linke Rheinufer. Im Januar 1795 eroberte Frankreich die Generalstaaten, wo sie als erste Tochterrepublik Frankreichs die Batavische Republik errichteten.

Auch innenpolitisch hatte der französische Sieg weit reichende Folgen. Das Terror-Regime Robbespieres berief sich ständig auf die äußere Gefahr und rechtfertigte damit seine Repressalien gegen die politischen Gegner. Mit dem erneuten Sieg einer Revolutionsarmee zählte dieses Argument nicht mehr. Die Franzosen fühlten sich sicher vor den europäischen Gegnern und es sollte nur einen Monat dauern, bis Robbespiere selbst Opfer der Guillotine wurde.

Jean-Baptiste Bernadotte, der spätre Marschall von Frankreich und König von Schweden, zeichnete sich in dieser Schlacht aus, infolgedessen wurde er zum Brigadegeneral befördert.

Erwähnenswert ist auch der Einsatz von Heißluftballons während des Feldzugs. Jean-Marie-Joseph Coutelle stieg kurz vor dem Fall Charlerois mit dem Gasballon 'Entreprenant' auf, um die belagerten österreichischen Truppen zu beobachten.

Am Tag der Schlacht wurde Jean-Marie-Joseph Coutelle von General Morlot begleitet um aus der Luft einen Blick auf das Schlachtfeld werfen zu können. Es ist fraglich, ob die Schlacht von Fleurus tatsächlich durch die "Luftaufklärung" beeinflusst wurde.

Die bei Fleurus am 26. Juni 1794 von Jourdan besiegten Österreicher räumten nicht nur Belgien, sondern auch fast das ganze linke Rheinufer, während das wegen der polnischen Frage mit Österreich zerfallene Preußen untätig blieb und sogar am 5. April 1795 mit Frankreich einen bis 1806 haltenden Frieden schloss.

Auch Spanien fiel von der Koalition ab. Pichegru eroberte im Winter 1794 bis 1795 die Niederlande und gründete dort die batavische Schwesterrepublik.

Vendée