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24.5.1743
Jean Paul Marat wird am 24. Mai 1743 im schweizerischen Boudry geboren. Marat ist Arzt, Verleger und Journalist. Bekannt ist er als einer der radikalsten Jakobiner der Französischen Revolution.
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20.11.1753
Louis Alexandre Berthier, Fürst und Herzog von Neuchâtel und Valengin, Fürst von Wagram, Marschall von Frankreich wurde am 20. November 1753 in Versailles geboren.
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13.2.1754
Charles Maurice de Talleyrand wird als erster Sohn einer alten und angesehenen Adelsfamilie in Paris geboren. Sein Name gilt heute als Inbegriff für politischen Weitblick verbunden mit Skrupellosigkeit. Vom "Ancién Regime", über Revolution und napoleonischem Kaisereich, bis zur Restauration diente er Frankreich in verschiedenen Positionen.
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17.11.1755
Am 17. November 1755 wird der spätere Monarch Ludwig XVIII. (Louis-Stanislas-Xavier, Comte de Provence) in Versailles bei Paris geboren. Ludwig, als Sohn des Dauphin Ludwig Ferdinand (1729-1765) und dessen Gemahlin Maria Josepha von Sachsen geboren erhält von Geburt an den Titel Comte de Provence, ab 1793 Regent im Exil, ab 1795 Thronprätendent im Exil, ab 1814 König von Frankreich, allerdings wird seine Herrschaft unterbrochen durch die Cent Jours (Hundert Tage) Napoleons. Der von Krankheit gezeichnete Ludwig verstirbt schließlich am 16. September 1824 in Paris und wird in der Kathedrale von Saint-Denis beigesetzt.
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2.3.1760
Benoit Camille Desmoulins wird am 2. März 1760 zu Guise in der Picardie geboren.
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10.2.1763
In Paris schliessen Großbritanien, Portugal, Spanien und Frankreich Frieden. Fünf Tage später wird auf der Hubertusburg der Frieden mit Preussen geschlossen. Preussen konnte sich behaupten und stieg zu einer Kontinentalmacht auf.
Mit dem Frieden sind auch die Kampfhandlungen des siebenjährigen Krieges in Amerika beendet. Der Grundstein für die Amerikanische Unabhängigkeit und die Französische Revolution wurden gleichzeitig gelegt: England musste ein gewaltiges Heer in der Neuen Welt unterhalten und prüft Möglichkeiten (z.B.: Steuern) mehr Geld aus den Kolonien zu erhalten. Um die verbündeten Indianer zu schützen wird, ein Siedlungsverbot westlich des Hauptkamms der Appalachen ausgesprochen. Finanzierung und Siedlungsverbot sind zwei wesentliche Gründe für den aufkeimenden Konflikt zwischen den Kolonien und dem Heimatland.
Aber auch Frankreich geht mit gewaltigen Staatsschulden aus dem Krieg. Darüber hinaus hat Frankreich wertvolle Gebiete abtreten müssen. In der amerikaninischen Revolution sieht das absolutistische Frankreich die Möglichkeit für eine Revanche gegen den Erzfeind England, trägt den Revolutionsgedanken allerdings ins eigene Land.
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29.5.1763
Fouché, Joseph, Herzog von Otranto, Polizeiminister unter Napoleon I., wird am 29. Mai 1763 in Nantes als Sohn eines Schiffskapitäns geboren.
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26.1.1764
Jean Baptiste Jules Bernadotte wird am 26. Januar 1764 in Pau geboren.
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10.1.1769
In Saarlois wird Michel Ney als Sohn eines deutschstämmigen Küfers geboren. Als einer der erfolgreichsten Generäle unter Napoleon erhält er neben zahlreichen Adelstitel vor allem die Bezeichnung „der Tapferste der Tapferen“ durch seinen Kaiser. Nach Napoleons Abdankung dient er dem französischen König. Als Napoleon zurückkehrt, schlägt sich Marshall Ney wieder auf die Seite des Korsen. 1815 wird er deshalb wegen Hochverrat in Paris hingerichtet.
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16.5.1770
Maria Antonia Josepha Johanna, Erzherzogin von Österreich, besser bekannt als Marie Antoinette, heiratet mit 14 Jahren den ein Jahr älteren Louis-Auguste, der später König von Frankreich wird. Das junge Paar ist bereits seit dem 19. April 1770 per procurationem verheiratet, die eigentliche Hochzeit findet jedoch erst am 16. Mai statt.
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15.5.1773
In Koblenz wird Klemens Wenzel Fürst von Metternich geboren. 1794 muss seine Familie vor den französischen Truppen nach Wien fliehen. Das ist vielleicht der Grund, weshalb Metternich später als österreichischer Außenminister ein entschiedener Gegner von Napoleon Bonaparte wurde. In der Endphase der Befreiungskriege übernahm er die politisch-diplomatische Führung der Koalition und dominierte den „Wiener Kongress“ (1814/1815).
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21.10.1784
Am 21. Oktober 1784 erreicht Napoleon Paris. Er wird an der École royale militaire angenommen. Dort besucht er die Artillerie-Klasse um seinem Ziel, in der Marine zu dienen, näherzukommen.
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15.11.1784
Am 15. November 1784 wird Jérôme Bonaparte, der jüngste Bruder Napoleons geboren. Seine militärische Karriere beginnt mit einer Offiziersausbildung bei der Marine. Während eines Amerika-Aufenthalts verliebt er sich in die Kaufmannstochter Elisabeth Patterson, die er 1803 gegen den Willen Napoleons heiratet. Napoleon bricht deshalb den Kontakt zu ihm ab. 1805 erfolgt die Scheidung auf Befehl des Bruders und Ernennung zum Konteradmiral. Im Krieg gegen Preussen besetzt Jérôme mit der Grande Armée Schlesien. Nach dem Frieden von Tilsit 1807 und der Scheidung von seiner ersten Frau heiratet er 1807 Katharina, Tochter des Königs Friedrich I. von Württemberg und erhält das neu geschaffene Königreich von Westfalen. Als König „Hieronymus Napoléon" den kaiserlichen Familienstatuten unterworfen, ist sein politischer Gestaltungsspielraum jedoch gering.
Wegen seines Versagens als Truppenführer im Krieg gegen Österreich 1809 und im Russlandfeldzug 1812 muss er sich auf repräsentative Funktionen als König beschränken. Sein lockerer Lebenswandel bringt ihm den Beinamen " König Lustik" ein. Er widmet sich zwar vorwiegend den höfischen Vergnügungen, leitet aber auch einige Reformen ein. Seine Herrschaft dauert bis 1813, im Herbst flieht er in die Schweiz. Im Frühjahr 1815 tritt er an die Seite seines Bruders und bewährt sich als Truppenführer. Nach Bonapartes Niederlage geht auch er bis 1847 ins Exil, wird 1850 Marschall von Frankreich und 1852 Präsident des französischen Senats. Jérôme Bonaparte stirbt am 24.06.1860 bei Massy.
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2.11.1788
Charles Maurice de Talleyrand wird zum Bischof von Autun ernannt. Dies verdankt er weniger seiner Frömmigkeit, sondern eher den Bitten seines Vaters. Charles-Daniel bittet den König auf dem Sterbebett inständig um die Ernennung seines Sohnes zum Bischof. Zwei Tage nach dieser Ernennung stirbt Talleyrands Vater. Sein Bischofsamt in Autun wird Talleyrand sehr flüchtig ausüben. Nur wenige Wochen ist er bei seinen Schäfchen, denn das Leben und die Kontakte in Paris sind ihm deutlich wichtiger.
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20.6.1789
Nachdem die Abgeordneten des Dritten Standes der Generalstände sich am 17. Juni zur Nationalversammlung erklären, versucht der französische König das Zusammentreffen der Versammlung zu verhindern. Im Versailler Schloss kommt es daraufhin am 20. Juni 1789 zum Ballhausschwur des dritten Standes. Die Abgeordneten schwören "sich niemals zu trennen, bis der Staat eine Verfassung hat (...) und nur der Gewalt der Bajonette" zu weichen.
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16.7.1789
Zwei Tage nach dem Sturm auf die Bastille beginnt unter der Leitung des Unternehmers Pierre-François Palloy der Abriss des Gebäudes. Heute ist von der Bastille nichts mehr zu erkennen. Auf dem ehemaligen Standort, dem heutigen Place de la Bastille, ist auf dem Boden der Verlauf der Mauern makiert.
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6.10.1789
Die Poissarden stürmen am 6. Oktober 1789 das Schloss Versailles und erzwingen die Rückkehr der Königsfamilie nach Paris.
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14.7.1790
Am ersten Jahrestag des Sturms auf die Bastille wird in Frankreich das Föderationsfest gefeiert.
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27.8.1791
Mit der Pillnitzer Deklaration bilden der Kaiser Leopold II. des Heiligen Römischen Reiches und König Friedrich Wilhelm II. von Preußen die Grundlage der Ersten Koalition. Auf Druck französischer Emigranten wurde die Passage "den König von Frankreich in die Lage zu versetzen, in vollkommener Freiheit die Grundlage einer Regierungsform zu befestigen, welche den Rechten der Souveräne und dem Wohle Frankreichs entspricht" in die Deklaration aufgenommen, was in Paris als Kriegserklärung angesehen wurde.
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24.2.1792
Französische Revolutionstruppen unter General Adam-Philippe de Custine erobern im Herbst 1792 weite Gebiete Deutschlands links des Rheins. In dem besetzten Gebiet ließ Custine auf Anordnung des Pariser Konvents am 24. Februar 1793 Wahlen zu einer gesetzgebenden Körperschaft, dem Rheinisch-Deutscher Nationalkonvent, abhalten.
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26.4.1792
In der Nacht vom 25. auf den 26. April 1792 komponiert Rouget de Lisle das Lied "Chant de guerre pour l'armée du Rhin" (Kriegsgesang für die Rheinarmee). Das Stück ist eigentlich für die Soldaten der Rheinarmee gedacht, doch in wenigen Jahre wird dieses Lied als La Marseillaise in ganz Europa erklingen.
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29.4.1792
Eine französische Offensive scheitert am 29. April 1792 im flandrischen Valenciennes.
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20.5.1792
Russische Truppen fallen am 18. May 1792 in Polen ein.
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18.6.1792
Nach dem misslungenen Vorstoß im Mai können die Franzosen am 18. Juni das flandrische Courtrai einnehmen.
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30.6.1792
Republikanischen Soldaten aus Marseille singen bei ihrem Einzug in Paris das Lied "Chant de guerre pour l'armée du Rhin" (Kriegsgesang für die Rheinarmee). Von diesem Tag an wird es deshalb als La Marseillaise in die Geschichte eingehen.
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30.6.1792
Die französischen Truppen müssen am 30. Juni 1792 das flandrische Courtrai wieder verlassen.
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24.7.1792
Preussen erklärt Frankreich am 24. Juli 1792 offiziell den Krieg.
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1.8.1792
Die Truppen der Ersten Koalition überschreiten am 1. August 1792 den Rhein.
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24.8.1792
Spanien tritt der Ersten Koalition bei.
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20.9.1792
Die Kanonade von Valmy vom 20. September 1792 wendet das Blatt des ersten Koalitionskrieges. Die Franzosen unter Kellermann halten den Truppen der anti-revolutionären Allianz nicht nur stand, sondern können auch in die Offensieve übergehen. Kellermann wurde hierfür später von Napoleon zum Herzog von Valmy erhoben. Sein Herz wurde 1820 auf dem dortigen Schlachtfeld unter einem Denkstein beigesetzt.
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20.9.1792
Der Nationalkonvent tritt am 20. September 1792 erstmals zusammen und beschliesst am folgenden Tag die Abschaffung der Monarchie.
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22.9.1792
Der Nationalkonvent ruft die Republik aus und beschliesst am 22. September die Einführung einer neuen Jahreszählung. Das laufende Jahr wird als „Jahr I der Republik“ bezeichnet.
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25.9.1792
Alliierte Truppen können am 25. September 1792 Lille erobern, müssen die Stadt jedoch am 6. Oktober wieder verlassen.
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2.10.1792
Die Jakobiner bilden am 2. Oktober 1792 den Sicherheitsausschuss zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit.
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21.10.1792
Am 21. Oktober 1792 wird die Festungsstadt Mainz an die Franzosen übergeben. Zwei Tage später wird der erste Jakobinerklub Deutschlands, die „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“, gegründet.
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6.11.1792
Der Herzog von Sachsen-Teschen hatte mehrere Detachements entsenden müssen, nahm daher mit den ihm verbliebenen, noch aus 26.000 Mann bestehenden Truppen eine feste Höhenstellung bei Jemappes ein. Dort wollte er auf die versprochenen Verstärkungen warten, wurde jedoch am Morgen des 6. Novembers von 40.000 Franzosen unter Dumouriez und dem "General Egalité", dem späteren König Ludwig Philipp, heftig angegriffen. Der Kampf hatte mehrere Stunden ohne Entscheidung nur in einer fortwährenden Kanonade bestanden, als Dumouriez gegen Mittag den Befehl zum Angriff gab. Während er selbst die Redouten des linken, Thouvenot die des rechten Flügels erstürmte, nahm Ludwig Philipp im Zentrum das Dorf Jemappes. Die Österreicher zogen sich mit einem Verlust von 7000 Mann und 8 Kanonen über Mons zurück. Die Sieger hatten 4000 Mann eingebüßt. Infolge dieser Schlacht fiel das ganze österreichisch-belgische Land mit Brüssel und Lüttich in die Gewalt der Franzosen.
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21.1.1793
Der gefangene französische König Ludwig XVI. muss sich wegen konterrevolutionären Verbindungen vor dem Nationalkonvent verantworten. Dort wird er auf Betreiben Robespierres zum Tode verurteilt und am 21. Januar 1793 hingerichtet. Sein achtjähriger Sohn Charles Louis wird daraufhin vom den im Exil lebenden Adel zum neuen König (Ludwig XVII.) ausgerufen.
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1.2.1793
Der französische Konvent erklärt England den Krieg. Preußen und Österreich befinden sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Krieg mit dem revolutionären Frankreich. Den Staaten auf dem europäischen Festland geht es in erster Linie um die Sicherung der Monarchien, die englischen Motive liegen eher im wirtschaftlichen Bereich.
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10.3.1793
Am 10. März 1793 wurde, auf einem Vorschlag von Danton hin, durch den Konvent die Einrichtung eines außerordentlichen Strafgerichts beschlossen. Per Dekret erhielt das Strafgericht am 20. Oktober 1793 den offiziellen Namen Revolutionstribunal. Während der Terrorherrschaft wurde das Revolutionstribunal genutzt um politische Gegner zu beseitigen.
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17.3.1793
Die Deputierten des frei gewählten Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents treten erstmals am 17. März 1793 im Mainzer Deutschhaus zusammen und erklärten die von ihnen repräsentierten Gebiete zu einem unabhängigen Staat. Die Vertreter der Mainzer Republik sind das erste, nach demokratischen Prinzipien gewählte Parlament auf deutschem Boden. Vier Tage später, am 21. März, beschlossen sie, beim Konvent in Paris die Eingliederung in den französische Staatsverband zu beantragen.
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13.7.1793
Am 13. Juli 1793 wird Jean Paul Marat von der Girondistin Charlotte Corday in der Badewanne erstochen. Unter einem Vorwand kommt sie an Marat heran und tötet den radikalen Jakobiner. Marat ist sofort tot.
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17.7.1793
Charlotte Corday wird vier Tage nach der Ermordung Marats auf dem Schafott hingerichtet.
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23.7.1793
Mit der Kapitulation der Stadt endet die Belagerung von Mainz durch preussische Soldaten. Mit dem Ende der Mainzer Republik setzt die Verfolgung der deutschen Jakobiner ein, die erst durch die erneute Eroberung der Stadt durch französische Truppen im Jahr 1795 endet.
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8.8.1793
Der Nationalkonvent verbietet sämtliche königlichen Akademien. Diese Gelehrtengesellschaften wurden größtenteils auf Initiative Ludwigs XIV. im 17. Jahrhundert gegründet und hatten die Förderung der Wissenschaften und Künste zum Ziel.
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8.8.1793
Auf Initiative König Ludwigs XIV. wurden im 17. Jahrhundert die Gesellschaften der Académie Royale gegründet. Ihr Ziel war die Förderung der Künste und Wissenschaft. Am 8. August 1793 verbietet der Nationalkonvent sämtliche Akademien. 1795 wird als Nachfolgeorganisation das Institut national des sciences et des arts ins Leben gerufen.
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23.8.1793
Am 23. August 1793 wird die Anordnung der Levée en Masse von Nationalkonvent und Wohlfahrtsausschuss verabschiedet. Damit werden alle unverheirateten Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Levée en Masse ist die Antwort auf die Bedrohung der Französischen Republik durch ausländische Mächte und innere Unruhen.
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5.10.1793
Die Nationalversammlung beschließt die Einführung von „Terrormaßnahmen zur Unterdrückung konterrevolutionärer Aktivitäten“. Dem Terror fallen 35.000 bis 40.000 Menschen zum Opfer.
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16.10.1793
Marie- Antoinette, Königin der Franzosen wird nach einer 15 stündigen Gerichtsverhandlung für schuldig befunden und mit der Guillotine hingerichtet. Tragischerweise sollte die Vermählung zwischen den Häusern Habsburg und Bourbon die jahrhunderte alte Feindschaft zwischschen Frankreich und Österreich beenden. Ihre Hinrichtung ist eine schwere Hypothek für Napoleons Österreichpolitik.
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8.12.1793
Am 08. Dezember 1793 wird Madame Dubarry, Mätresse von König Ludwig XV. von Frankreich, nach Verurteilung durch ein Revolutionsgericht, in Paris mit der Guillotine hingerichtet.
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17.12.1793
Rückeroberung der Stadt Toulon. Im September 1793 wird Napoleon Bonaparte von den Kommissaren des Salicetti und Gaspauin angefordert, um das Kommando über die Artillerie bei der Befreiung Toulons zu übernehmen. Die Stadt wurde im Sommer von den Royalisten an die Briten übergeben und von dem französischen General Carteaux belagert. Carteaux und Napoleone haben unterschiedliche Meinungen über die Rückeroberung der Stadt. Napoleon erreicht beim Wohlfahrtskomitee die Ablösung Carteaux und kann seinen eigenen Plan in die Tat umsetzen. Die Stadt wird vom 17. bis 19. Dezember 1793 erobert und die spanisch-englische Flotte muss den Rückzug antreten.
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22.12.1793
Napoleon wird aufgrund seiner Leistungen während der Belagerung von Toulon am 22. Dezember 1793 zum Brigadegeneral ernannt.
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14.3.1794
Am 14. März 1794 werden die führenden Hébertisten unter Jacques-René Hébert, auf Anordnung des Wohlfahrtsausschuss unter Maximilien Robespierre, verhaftet.
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5.4.1794
Der französische Rechtsanwalt Georges Jacques Danton wird hingerichtet. Er ist einer der führenden Köpfe der Revolution und für seine mitreißenden Reden bekannt. Nachdem er sich mit Robespierre überwirft, wirde er guillotiniert. Sein Schicksal wird in Georg Büchners Drama „Dantons Tod „(1835) dargestellt.
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10.5.1794
Am 10. Mai 1794 siegt die französische Armee unter Napoléon Bonaparte in der Schlacht von Lodi über österreichische Truppen.
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10.5.1794
Am 10. Mai 1794 wird Madame Elisabeth, Prinzessin von Bourbon, die jüngere Schwester von Ludwig XVI. in Paris hingerichtet.
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26.6.1794
Am 26. Juni 1794 findet im belgischen Fleurus eine Schlacht zwischen Franzosen und Österreichern statt. Die Niederlage der Österreicher an diesem Tag führt zum Rückzug über den Rhein und Annexion der linken Rheinseite durch Frankreich.
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22.7.1794
Alexandre de Beauharnais, der erste Ehemann von Joséphine, wird am 22. Juli 1794 hingerichtet. Obwohl er Adliger war, schloss er sich auf den Generalständen dem Dritten Stand an und war ein großer Befürworter der Revolution. Seine Witwe wird Frankreichs erste Kaiserin werden.
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28.7.1794
Maximilien de Robespierre wird hingerichtet. Er vertritt eine radikale Demokratisierung und versucht diese mit Terror und Gewalt (Schreckensherrschaft) durchzusetzen. Nachdem er Danton und weitere Abgeordnete hinrichten läßt, formiert sich der Widerstand gegen ihn und er wird verhaftet und am nächsten Tag ohne Verhandlung hingerichtet. Damit endet auch die Herrschaft der Jakobiner und gemäßigte Revolutionäre erhalten wieder die Macht in Frankreich.
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3.10.1794
Die Festung Jülich fällt am 3. Oktober 1794, einen Tag nach der Schlacht von Aldenhoven, in die Hände der Franzosen.
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23.10.1794
Während des Ersten Koalitionskriegs erobern französische Truppen am 23. Oktober 1794 die Stadt Koblenz am Rhein. Es gelingt ihnen allerdings nicht die Festung auf dem Ehrenbreitstein einzunehmen.
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21.6.1795
Die Verfassung vom 21. Juni 1795 legt die Verantwortung in die Hände eines fünfköpfigen Direktoriums.
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26.10.1795
Der französische Nationalkonvent tagt am 26. Oktober 1795 letztmalig. Die Regierungsgeschäfte führt verfassungsgemäß künftig das Direktorium. Nach dem Sturz Robespierres wurde durch die Verfassung des Jahres III die Herrschaft des Nationalkonvents beendet. An seine Stelle trat ein Parlament von zwei Kammern, der Rat der Fünfhundert (franz. Le Conseil des Cinq-Cents) und der Rat der Ältesten (franz. Le Conseil des Anciens - 250 Mitglieder), unter der Führung eines fünfköpfigen Direktoriums (franz. Le Directoire).
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22.11.1795
Der österreichische Feldmarschall von Wurmser erobert am 22. November 1795 die Festung Mannheim zurück.
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26.11.1795
Der französische Nationalkonvent tagt am 26. Oktober 1795 zum letzten mal, bevor die Regierungsgeschäfte an das Direktorium übergeben werden.
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12.4.1796
In der Schlacht von Montenotte am 12. April 1796 gelingt es Napoleon sich zwischen die österreichische und piemontesische Armee zu drängen und damit deren zahlenmäßige Überlegenheit zu auszugleichen. So kann er sich den piemontesischen Armee zuwenden und diese zurückdrängen.
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21.4.1796
Am 21. April 1796 kommt es zur entscheidenden Schlacht mit der piemontesischen Armee bei Mondovi. Danach steht ihm der Weg nach Turin offen.
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28.4.1796
Am 28. April 1796 schließt Napoleon mit dem sardinischen König Victor-Amadeus III. einen Waffenstillstand. Damit ist die Allianz zwischen Piemont und Österreich zerschlagen, ein wichtiger Gegner neutralisiert.
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19.6.1796
Am 19. Juni 1796 siegt Erzherzog Karl in der Schlacht bei Uckerath, in der Nähe von Bonn, über Kleber. Klebers Gegenangriff am nächsten Tag misslingt und die Franzosen müssen sich über den Rhein zurückziehen.
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19.7.1796
Spanien verbündet sich mit Frankreich. Nach dem preußischen Separatfrieden mit den Revolutionären ist Frankreichs Position gestärkt und Spanien schließt sich dem Friedensvertrag an.
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20.9.1796
Talleyrand kehrt wieder nach Paris zurück. Nach seiner „Flucht“ 1792 lebte er einige Zeit in England. Aufgrund seiner dortigen politischen Aktivitäten wird er jedoch des Landes verwiesen und versucht in den Vereinigten Staaten von Amerika einen Neuanfang. Als Makler und Spekulant konnte er sich über Wasser halten, plante jedoch stets die Rückkehr in sein geliebtes Heimatland. Nach dem Sturz Robespierres nutzt er seine Verbindungen um den Konvent davon zu überzeugen, dass er nicht zu den vaterlandslosen Emigranten gehört, sondern ein Opfer der Terrorherrschaft war. Ihm gelingt tatsächlich die Rehabilitierung und so reist er von New York, über Hamburg, zurück nach Paris.
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15.4.1798
Die Republik Genf wird am 15. April 1798 von Frankreich annektiert. Als Département du Léman wird sie von Frankreich einverleibt und verbleibt dort bis 1813.
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28.5.1798
Admiral Nelson erfährt von einem Handelsschiff, dass Brueys Flotte Toulon verlassen hat. Immer noch muss er die Auswirkungen des schweren Sturms ertragen und ohne die notwendigen Fregatten auskommen. Ohne geeignete Schiffe für Aufklärungsmanöver macht er sich auf die Suche nach der französischen Flotte.
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17.6.1798
Nelson ist immer noch auf der Suche nach der französischen Flotte und erfährt in Neapel vom französischen Angriff auf Malta. Er macht sich sofort auf den Weg um die gegnerische Flotte zu stellen.
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22.6.1798
Nelson wird vom Fall Maltas und der Versegelung der französischen Flotte am 16. Juni informiert. Er ist jetzt fest davon überzeugt, dass Napoleon Alexandria als Ziel ausgewählt hat. Diese Informationen sind nur teilweise Richtig, denn Napoleon verließ Malta erst am 19. Juni. Am Abend des 22.06. fahren die beiden Flotten dicht aneinander vorbei. Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse bemerken die Engländer den Feind nicht und überholen ihn sogar. Die europäische Geschichte hätte vielleicht deutlich umgeschrieben werde müssen, wenn sich beide Flotten getroffen hätten und Napoleons Karriere im Mittelmeer untergegangen wäre.
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28.6.1798
Die englische Flotte unter Nelson erreicht am 22. Juni Alexandria. Da er die französische Flotte unbemerkt überholte war es natürlich klar, dass er im Hafen diese Schiffe nicht antreffen konnte. Da er immer noch glaubte die Franzosen seien bereits am 16. Juni versegelt, tatsächlich verließen sie Malta erst am 19. Juni, setzte er ungeduldig wieder Kurs nach Norden um seine vermeintlichen Irrtum zu korrigieren. Die nächsten Wochen verbrachte er mit der vergeblichen Durchsuchung des Mittelmeers.
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1.7.1798
Was müssen die Ägypter gedacht haben, als kurz nach der Versegelung der britischen Flotte die gewaltige Flotte der Franzosen Alexandria erreicht. Napoleon erfährt von Nelsons Abreise und beginnt sofort mit der Landung von 4.000 Soldaten westlich von Alexandria. Am nächsten Tag fiel Alexandria und die Flotte konnte im Hafen der Stadt das Gros des Expeditionskorps entladen. Die 13 Linienschiffe und 4 Fregatten ließ Brueys in der 12 Seemeilen entfernten Bucht von Abukir ankern.
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19.7.1798
Nachdem Nelson vergeblich die Küste Kleinasiens absuchte, machte er sich auf den Weg nach Sizilien und erreichte am 19.07.1798 den Hafen von Syrakus. Hier übernahm er eilig Proviant und verließ den Hafen am 25. Juli wieder. Dann erhielt er endlich einen wichtigen Hinweis. Die französische Flotte wurde vor 4 Wochen bei Kreta gesehen. Der Kurs der Flotte war südwärts gewesen und Nelson war ein weiteres Mal davon überzeugt Alexandria sei Napoleons Ziel. Nelson setzte sofort wieder Kurs auf Ägypten.
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23.7.1798
Napoleon ließ 3.000 Soldaten als Garnison in Alexandria zurück und marschierte mit 30.000 Soldaten auf Kairo zu. Unter den Pyramiden erwarten ihn 10.000 berittene Mameluken und 24.000 Infanteristen. Die Schlacht wird zu einem großen Erfolg für Napoleon und am 23. Juli zog er in Kairo ein.
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1.8.1798
In der Schlacht von Abukir (Ägypten) wird die französische Flotte durch einen Überraschungsangriff durch Admiral Nelson vernichtet. Admiral Brueys, der Kommandeur der französischen Flotte, vermutet den Angriff der Engländer erst am nächsten Tag. Diese Fehleinschätzung bezahlt er mit seinem und mehr als 5000 weiteren französischen Leben. Die Engländer haben mit diesem Erfolg die uneingeschränkte Herrschaft über das Mittelmeer errungen und Napoleons Orientarmee praktisch von der Versorgung abgeschnitten.
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5.10.1798
Am 5. Oktober versuchen aufständische Royalisten die Tuilerien zu stürmen. Napoleon fällt die Aufgabe der Verteidigung zu. Im Arsenal der Nationalgarde sind Kanonen gelagert. Napoleon beauftragt den zufällig anwesenden Joachim Murat mit der Sicherstellung der Kanonen. Am Morgen des 5. Oktobers stehen die Kanonen bereit und erwarten die Aufständischen. Am Ende des Tages sind die Aufstände niedergeschlagen. Während Barras den Erfolg für sich beansprucht und Napoleon als Befehlsempfänger darstellt, schildert Napoleon seiner Familie, und später auch in seinen Memoiren, den Tag anders und schreibt sich den Erfolg zu.
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27.1.1799
Am 27. Januar 1799 wird die Festung Ehrenbreitstein (Koblenz) an die Franzosen übergeben. Der 1801 geschlossene Frieden von Lunéville zwingt die Franzosen das recht Rheinufer zu räumen. Die Festung auf dem Ehrenbreitstein hatte ihre Wehrhaftigkeit in den letzten Jahren unter Beweis gestellt und sollte nicht wieder in die Hand des "Feindes" gegeben werden, also entschlossen sich die Franzosen die Festung zu sprengen.
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15.7.1799
Napoleon Bonaparte war einer der ersten Ägyptologen. Auch wenn sein Feldzug militärisch nicht von Erfolg gekrönt war, so hatte er wissenschaftlich dennoch einen Durchbruch erbracht. Der französische Offizier Pierre François Xavier Bouchard entdeckt bei Rosetta einen schwarzen Granitstein. Das besondere an dem Stein: Auf ihm ist ein Text, datiert auf 196 v. Chr, in Hieroglyphen, in demotisch und in griechisch geschrieben! 1822 gelang es Jean-François Champollion die Texte zu übersetzen und legte damit den Grundstein um Hieroglyphen lesen zu können! Viele spätere Entdeckungen wären ohne Entzifferug der Schrift nicht möglich gewesen.
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9.11.1799
Um einem Staatsstreich der Royalisten zu verhindern plant Direktor Emmanuel Joseph Sieyès das nachrevolutionäre Frankreich ein weiteres Mal zu verändern. Er sucht eine starke und beliebte Führungsperson und findet diese in dem gerade aus Ägypten zurückgekehrten General Napoleon Bonaparte.
Am 18 Brumaire des Jahres VIII, nach dem Republikanischen Kalender, werden die Abgeordneten der beiden Kammern auf das Schloss Saint-Cloud eingeladen. Napoleon wird die Sicherung von Paris aufgetragen. Drei der fünf Direktoren treten zurück und das Land ist praktisch ohne Führung. Während die Abgeordneten die erneute Verfassungsänderung debattieren wird das Schloss von Soldaten umstellt. Die Mitglieder der Kammer protestieren und gehen auf den mittlerweile eingetroffenen Napoleon los um in zu Verhaften. Lucien Bonaparte, sein jüngerer Bruder und Vorsitzender des Rates der Fünfhundert, eilt nach draußen und alarmiert die Soldaten. Das Militär evakuiert den Versammlungssaal. Unter dem Druck der Soldaten stimmen die Abgeordneten des Ältestenrates schließlich der Verfassungsänderung zu.
Napoléon Bonaparte, Emmanuel Joseph Sieyès und Roger Ducos werden vorläufig zu Konsuln ernannt und einen Monat später durch die neue Verfassung bestätigt. Napoleon ist als Erster Konsul der mächtigste Mann Frankreichs geworden.
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13.11.1799
Die Konsuln schaffen am 13. November 1799 die loi sur les otages ab. Dieses Gesetz erlaubte der Polizei auch Verwandte von royalistischen Gegenrevolutionären in Gewahrsam zu nehmen.
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13.12.1799
Die Konsulatsverfassung tritt in Kraft. Napoleon wird zum Ersten Konsul auf 10 Jahre gewählt und ist damit praktisch Alleinherrscher über Frankreich geworden. Artikel 1 der neuen Verfassung wird für Napoleon zu einer großen Bürde: „Die französische Republik ist eins und untheilbar.“ Damit ist verfassungsmäßig ausgeschlossen, dass Napoleon bei eventuellen Friedensgesprächen irgendwelche Gebietsabtretungen akzeptieren darf. Die neue Verfassung wurde im Februar 1800 durch eine Volksabstimmung angenommen und galt formell bis 1815.
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25.12.1820
Joseph Fouché, Polizeiminister in der Kaiserzeit und der Restauration, stirbt am 25. Dezember 1820 in Triest. Aufgrund des Verbannungsdekret vom 6. Januar 1816 emigrierte er erst nach Österreich und wurde dort von Metternich geduldet. Aufgrund einer Lungenkrankheit erlaubte man ihm ans Mittelmeer umsiedeln, dort lebte Fouché bis zu seinem Tod.